Selbstbehauptung

Wir trainieren den Ernstfall, damit dieser nicht eintritt!

Was sich paradox anhört, hat einen wichtigen Hintergrund: Je besser sich Kinder und Jugendliche auf den "Ernstfall" vorbereitet fühlen, desto selbstbewusster wirken sie nach außen und desto geringer ist die Gefahr, tatsächlich in eine bedrängnisvolle Situation zu geraten.

Selbstbehauptung betrifft alle Bereiche des Alltags und setzt weit vor dem Abwehren von Übergriffen ein. Ein gestärktes Selbstbewusstsein bringt mehr Selbstvertrauen. Umso selbstbewusster Mädchen und Jungen auftreten, desto größer ist die Chance nicht Opfer zu werden.

Selbstverteidigungstechniken sind ein Baustein der Selbstbehauptung. Hierzu gehört auch, dass der ganze Körper (Hände, Arme, Knie, Beine) und auch die Stimme (Schreien) eingesetzt werden. Das Mittel der Selbstverteidigung sollte als letztes Mittel eingesetzt werden. Ziel der Selbstverteidigungstechniken ist es, sich Zeit zu verschaffen, um möglichst unverletzt aus der gefährlichen Situation herauszukommen. Es ist nicht Ziel, den Angreifer zu besiegen.Selbstverteidigung bedeutet sich selbst vor einem Angriff jeglicher Art, ob verbal oder körperlich, zu schützen.

Ziel der Selbstbehauptungskurse ist die Stärkung des Selbstbewusstseins und das Erlernen von Selbstverteidigungstechniken. Je nach Zielgruppe kann die individuelle Zielsetzung des Kurses variieren. Neben dem „Training für den Ernstfall“ kann auch das Thema Jugenddelinquenz Schwerpunkt des Kurses sein. Dabei wird versucht, die Gewaltbereitschaft und Respektlosigkeit der Jugendlichen zu reduzieren.

Sofern es von der Schule bzw. der Einrichtung nicht anders gewünscht wird, finden die Selbstbehauptungskurse im Rahmen von 3- bis 4-tägigen Kompaktangeboten statt.

Die Kurse werden entweder ausschließlich von Mitarbeitern des GES oder in Kooperation mit der Polizei durchgeführt.